allein mit der freiheit

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Leben


foto: Timothy Keen

Vielleicht will ich allein sein. Vielleicht will ich leiden. Vielleicht will ich Niemanden, der mir so nah kommen kann, dass es weh tut. Vielleicht will ich nicht fühlen. Vielleicht aber auch doch. Einsamkeit hat viele Gesichter. Mit Dir, ohne Dir. Egal. Sie kommt und manchmal verschwindet sie einfach. Manchmal bleibt sie länger, manchmal nur kurz. Manchmal lässt man sie aber auch gar nicht mehr gehen. Man hält sie so fest, wie sein Leben. Vielleicht gehört sie auch einfach dazu, wie Glück und Schmerz. Immerhin entsteht sie aus beiden Emotionen. Fehlendes Glück führt zu ansteigendem Schmerz. Einsamkeit.

Ich fliehe vor Einsamkeit und ziehe sie deshalb umso mehr an. Ich laufe vor Ihr weg und Ihr damit direkt in Arme. Bullshit. Wer will schon allein sein? Wenn man nicht bereit ist zu teilen, wird man sein eigenes Glück nie potenzieren können. Es verpufft aufgrund der Unfähigkeit zu lieben. Man flieht in die selbst erschaffenden Abgründe seiner Seele und bleibt an dem stagnativen Gedanken hängen, niemanden herein zu lassen. Zumindest nicht länger, als man selbst will. Traurig.

Ich fühle mich frei. Ohne Jemanden. Ohne Kompromisse. Ohne Regeln. Ohne Dich. Ich nehme mir selbst etwas weg. Die Option des Glücks. Warum? Aus Angst. Zählt aber nicht. Das weiß ich spätestens seit dem ich Ängste überwunden habe. Ausgetrickst. Sie existiert nicht mehr, wenn man sie besiegt hat. So einfach. Doch vielleicht bin ich frei weil ich es will und deshalb allein…

5 Kommentare

  1. @Jeriko: ja ich will frei sein, mit jemanden oder ohne jemanden. das gefühl der einsamkeit muss ich dafür wohl in kauf nehmen.

  2. Wenn du Freiheit als Bedingungslosigkeit dir selbst gegenüber ansiehst, dass du zu jedem Zeitpunkt jede Option offen hast, und es gleichzeitig von anderen dir gegenüber einforderst, dann ja, denn damit machst du es dir einfach – und allen anderen schwer.

    Es ist aber auch eine Freiheit, eine Entscheidung auch mal zu treffen.

  3. und genau im richtigen moment schreibt jemand genau das nieder, was mir gerade selbst durch den kopf geht. zu zweit nicht glücklich, allein schon garnicht. trotzdem die selbst gewählte situation. glücklich damit? meistens ja, manchmal nicht. etwas fehlt. ist es da, kann es aber schon wieder zu viel sein. der ewige kampf mit sich selbst. zwischen zwei stühlen. einen gesunden mittelweg gibt es nicht. man steht immer am scheideweg. welchen weg nehmen? beide sind steinig. beide haben dunkle ecken. aber beide bieten hier und dort auch wunderbare aussichten unter wolkenlosem himmel.
    frei sein heisst allein sein heisst frei sein.

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