a true story, a strange story

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Leben


foto: talesofbraveulysses

Eines Tages. Eines Tages auf dem gewohnten Weg nach Hause traf ich ihn. Abgefuckter Alltag kolidiert mit ungewohnter Situation. Ich fokussiere absurde Realität und lass mich gedankenlos auf Alles ein, wie immer eigentlich. Zwei verwirrte Menschen suchen Vertrautheit mit vertrauter Methodik. Schnell, intensiv doch so befremdlich, lässt man menschliche Neugier bis ins Unermessliche walten um sich dann wieder gewohnt ungewohnt zu trennen. Ein familiäres Gefühl bleibt zurück.

Immer und immer wieder treffen wir uns an dem selben Ort und und reden, lassen Nähe zu. Ich nicht. Druck wächst, Interesse wächst. Einseitig wächst Liebe. Beidseitig entsteht Distanz. Es fühlt sich mulmig an, komischerweise verliert die Vertrautheit nicht an Intensität. Muttersprache ist keine Option. Neue Waffen werden gefunden, Auswege wachsen schwerer als Erwartungen. Das Wort Liebe fällt aus dem Mund, einerseits. Hoffnung, Begierde, eine unaufhaltsame Offenbarung erhöht den Luftdruck. Ehrlichkeit wird Tugend. Verletzen, das Verlassen gehört zum Alltag. Hässlich wie die Welt routiert. Ich flüchte. Was sonst.

Emotionales schinden wird Realität. Immer und immer wieder. Ich bin das Böse, das Zerstörerische, das Unvollendete in Person und hasse mich selbst dafür. Aber was tun wenn Zwang keine Option, Liebe keine Wahl ist und Emotionen nur im Pseudoprozess debattiert werden. Scheiße. Schwierig ist gar kein Ausdruck. Leiden, Angst spiegelt sich im Anblick seiner Augern, in seiner Seele wieder. Weglaufen ist nur ein temporärer Ausweg. Ich bin ein Arsch. Ironie völlig unangebracht, konfrontiert man plötzlich die pure Hässlichkeit in sich selbst. Ich habe nicht damit gerechnet. Jetzt, in diesem Moment. Dir begegnet Wut und Unverständnis. So wuchtig, so echt. Es tut weh. Reflektierte Selbstzerstörung. Es ist an der Zeit zu gehen, doch zögerndes Stehen treibt einen zum Bleiben. Kein Ausweg, nur wahre Worte, wenigstens einmal, echt und treffend. Übrigebliebende Sympahtie lässt den Moment sterben und intensiviert die endgültige Erlösung. Ein Scheiß. Keine Erlösung, weil unsterbliche Emotionen an der Realität haften bleiben. Ich geh jetzt, ich bin verloren. Liebe in den Augen eines Menschen ist zerstörerischer als du selbst. Geh. Geh nicht.

Wir reden, versuchen zu verstehen, einander neu und besser kennen zu lernen . Aber es funktioniert nicht. Ich sage es ihm immer wieder. Es geht nicht um Verständinis, es geht um Emotionen, Emotionen, die man nicht erzwingen kann. Stille. Traurigkeit. Es ist dieser Druck. Dieser Druck. Du presst ihn aus Liebe und erstickst mich, meine Seele. Das geht nicht. Ich bin kein Mensch, der das auhalten will. Wir schauen, eindringlich in die Spiegel unserer Seelen und verstehen. Nein wir nicht, wir sind es nicht. Ich gehe, bin verwirrt doch ein erlösendes Gefühl erfüllt mich. Jetzt weiß ich es mit der Kraft Zweier, zweier Seelen, die nie einander finden werden. Wahrscheinlich das Ende. Diese strange Geschichte schreibt tatsächlich ein Ende. Endlich.

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