passio

Schreibe einen Kommentar
Leben


foto: carlos díaz

Die Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“ (W. Busch)

Jedem bekannt!
Ein wirklich gutes Beispiel dafür, dass negative Assoziationen kompromisslos etwas
Positives bedeuten können, nein sogar unabdingbar müssen. Eine negative Emotion,
unvorteilhaft im Alltag, schwer im objektiven Umgang seinerselbstwillen.Doch wahnsinnig
elementar in subjektiven Herzensangelegenheiten. Seien wir doch mal unverblümt ehrlich
und richten den geladenen Revolver an unsere eigene Stirn. Wenn man ein wirklich
authentisches Gefühl der Eifersucht empfindet, fühlt es sich so an, als würde man sich
den heißgeliebten Bleistift unangespitzt tief tief in sein eigenes so vertrautes Herz bohren.
Darauf warten bis das eigene Blut, die Seele aus einem hervor tritt. Als hätte man
noch nie verspürt zu verlieren, Angst zu haben, klein zu werden, sterblich zu sein. Jetzt wird
der positive Aspekt der selbstzerstörerischen Neigung umso deutlicher. Dir fügt man oberflächlichen
trotzalledem tief, sehr nachhaltig sitzen bleibenden Schmerz zu. Führt dich im nachhinein jedoch
zu einer befreienden Erleuchtung, einem Erkenntnis, einem subjektivem Verständis deinerselbst.
Und dann findest du dich überrraschenderweise in einem Moment des Lächelns wieder. Genau in
diesem Augenblick, in diesem heiligen seltenen Moment, solltest du erkennen, was du eigentlich
willst und wer du verdammt nochmal bist. Ein Mensch der Antipathien bezogen auf deine
assoziativ empfundenen Emotion auslöst, ist dein Freund dein vollkommenes Herz, dein
fehlender Teil, deine Tränen, dein Lachen, dein Schmerz, deine Sehnsucht und deine Ideologie.
Dein Grund zum Sterben. Und genau jetzt leidest du.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.